Praxis für Logopädie Ingeborg Becker
in Frankfurt am Main

Als Folge einer SES: Legasthenie / LRS - Information für Eltern

Schulfrust anstatt Schullust? Ihr Kind hat Schwierigkeiten beim Lesen oder Schreiben? Trotz vermehrten Übens bleibt es bei vielen Fehlern? Legasthenie bzw. Lese Rechtschreibschwäche (LRS) könnte der Grund sein!

LEGASTHENIE (griechisch): LEGEIN = sprechen, lesen, schreiben, auslegen, ASTHENEIA = Schwäch.

International wird Legasthenie als "Entwicklungsstörung des Lesens und Schreibens" definiert. In Deutschland werden die Begrifflichkeiten Legasthenie und LRS synonym verwendet. 6-10% der Gesamtbevölkerung sind von einer LRS betroffen.
LRS ist eine Teilleistungsstörung, d.h. das Kind hat bei einer durchschnittlichen oder überdurchschnittlichen allgemeinen Begabung ausschließlich in den Bereichen Lesen und/oder Schreiben große Schwierigkeiten.

Ursachen

Die Ursachen einer Lese Rechtschreibschwäche können vielfältig sein und sind bis heute nicht abschließend geklärt. Genetische Ursachen konnten wissenschaftlich nachgewiesen werden.
Bei einem Verdacht auf LRS sollte immer ein Augenarzt und ein Ohrenarzt aufgesucht werden, um organische Störungen in den Bereichen Sehen und Hören auszuschließen.

Auffälligkeiten im Schulalter

  1. Buchstabenauslassungen, -vertauschungen und -umstellungen
  2. Probleme beim Abschreiben oder beim Aufschreiben von mündlichen Anweisungen
  3. Erschwertes Lesenlernen, Ratestrategien, fehlendes Leseverständnis
  4. Überdurchschnittlich langer Zeitraum zum Bearbeiten von Schreibaufgaben
  5. Unharmonisches Schriftbild
  6. Schwierigkeiten in den Wahrnehmungsbereichen (z. B. Merken, Auswendiglernen, Unterscheidung rechts-links)

Unaufmerksamkeit, Clownerie, motorische Unruhe, Frustrationen, mangelndes Selbstvertrauen, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen oder Übelkeit sind häufige Begleiterscheinungen. Diese Auffälligkeiten verändern sich trotz vermehrten häuslichen Übens nicht.

Auffälligkeiten im Vorschulalter

Wichtige Vorläuferfunktionen entwickeln sich bereits im Vorschulalter. Voraussetzung für die Entwicklung des Denkens, Lernens und Sprechens ist die Wahrnehmung, d.h. die Aufnahme von Reizen und die Verarbeitung im Gehirn.

Die wichtigste Vorläuferfähigkeit für den Leserechtschreiberwerb ist die so genannte Phonologische Bewusstheit (Fähigkeiten wie z.B. Reimen, Silben klatschen, Anlaute von Wörtern identifizieren, Wörter in ihre Einzellaute zergliedern etc.)

Angebote der Praxis

  1. Qualitative Diagnostik der Schwierigkeiten des Kindes im Lese- und Schreiberwerb
  2. Aufklärung der Eltern
  3. Einzelförderung
  4. Kleingruppenförderung in Absprache
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